von Frank Nord (Autor) am

LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham lässt den Spieler erneut in die bunte Klötzchenwelt eintauchen. Kann das Spiel auch im neuen und dritten Anlauf in diesem Jahr punkten?

Besser spät als nie! Mit einigen Tagen Verspätung kommt nun endlich unsere Kritik zum neuen LEGO-Spiel. Es sei uns verziehen, denn wir wollen die Spiele vor der Kritik immer durchspielen, um einen kompletten Eindruck vom Produkt zu bekommen.

Neues Spiel, neuer Bösewicht: Der fiese Brainiac bedroht die Welt. Mithilfe seiner magischen Ringe möchte er die ganze Welt in ein Spielzeug verwandeln, um es seiner Sammlung hinzuzufügen. Damit dem Bösewicht Einhalt geboten werden kann, müssen Batman und seine neuen Mitstreiter aus der Justice League an ihre Grenzen gehen und gewohntes Terrain verlassen. LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham führt – der Name sagt es schon – Batman aus Gotham City heraus in das Weltall und auf fremde Planeten.

Der neue Ableger ist auf spielerischer und narrativer Ebene erstaunlich frisch. Wenn man mit Batmans Raumschiff in einer Art Resogun-Klon um einen Turm jagt und einen Gegner nach dem anderen zerstört, bemerkt man, dass die Entwickler aus dem Hause TT Games der Serie einen Facelift verpassen wollten. Und dies kann durchaus als gelungen betrachtet werden, denn die neuen Minipspiele machen riesigen Spaß.

Der Resogun-Klon macht süchtig
Der Resogun-Klon macht süchtig

Auf der narrativen Ebene muss Batman einen Pakt mit Lex Luthor und Joker schließen, um die Erde zu retten. Denn auch die Bösewichte müssen erkennen, dass Brainiac ebenso ihre Welt zerstören möchte. Diese Wendung tut dem Spiel sichtlich gut, da Batman ansonsten mit stets den gleichen Widersachern konfrontiert wird.

Dabei gibt es wieder allerhand zu tun, denn auch im neuen Ableger des Franchise muss man die Level mehrere Male durchforsten, um alle Anzüge, Geheimnisse und Verstecke zu finden. Wer die Hauptmissionen absolviert hat, hat dann gerade einmal die Hälfte des Umfangs bestritten. Wie auch in den Vorgängern gibt es also genug Ansporn, die einzelnen Level und Welten mehrere Male durchzuspielen.

Das Gameplay bietet die altbewährte Kost, was kein Vorwurf ist, denn die Basis des Spiels ist solide. Das Universum wurde um eine große Gruppe von Helden erweitert, die durch ihre zahlreichen Kostüme und Fähigkeiten nie langweilig werden. Jedes Kostüm bringt eigene Fähigkeiten mit sich, die neue Ecken, Geheimnisse und Goodies erschließen können. Einige Kostüme sind echt verdammt cool: Robin zum Beispiel kann einen Tech-Suite anziehen, der ihm die Fähigkeit verleiht, einen kleinen Mini-Robin auf einem Surfbrett in die entlegendsten Orte zu manövrieren. Gleichzeitig schafft das auch eine Menge Abwechslung, denn man darf nicht nur Batman steuern, sondern auch Superman, Green Lantern oder Flash. Insgesamt kann der Spieler mehr als 150 verschiedene Figuren freischalten. Viele davon waren mir bisher gänzlich unbekannt.

Diesmal muss Batman seine eigenen Grenzen überschreiten
Diesmal muss Batman seine eigenen Grenzen überschreiten

Die einzelnen Rätsel sind zwar nicht besonders schwer, setzen aber eine umfassende Kenntnis aller Kostüme voraus, um die Level zeitnah zu lösen. Überhaupt ist LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham um ein Vielfaches fordernder als die Vorgänger. Somit weiß man oft gar nicht, was nun wirklich zu tun ist und muss wiederholt durch das Level rennen, um irgendwann den richtigen Trigger zu finden. Der Nachteil ist, dass das Spiel damit etwas weniger zugänglich für das jüngere Publikum geworden ist. Im Gegenzug wagen nun vielleicht auch ältere Spieler den Schritt in die Klötzchenwelt.

Eine große Stärke des Spiels ist die hohe Intertextualität: Jenseits von Gotham ist durchzogen von Anspielungen auf die Popkultur, die dem kundigen Spieler häufig ein Lachen auf das Gesicht zaubern. Wer von sich behaupten kann einen starken Medienkonsum zu haben, der wird mit Sicherheit einige Anspielungen zu Filmen und TV-Serien finden.

Mit sehr viel Detailverliebtheit werden Charaktere, Gebiete und Dialoge präsentiert. Die einzelnen Animationen passen zu den Figuren bzw. Kostümen und verleihen den einzelnen Helden dadurch einen ganz eigenen Anstrich. Jeder Held hat eine ganz bestimmte Funktion, die im Spiel gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Diese Fähigkeiten sind dann häufig auch notwendig, um gezielt die Schwächen der auftauchenden Bosse auszunutzen. Generell sind die Bosskämpfe in LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham großartig umgesetzt: Im Gegensatz zu vielen Vorgängern reicht es nun nicht mehr, einfach auf die Bosse einzuprügeln, nein! Vielmehr muss man gezielt nach Schwachstellen suchen und diese mit dem richtigen Kostüm angreifen. Damit erhält dieser Ableger einen kleinen taktischen Anstrich, der der Serie sichtlich gut zu Gesicht steht.

Fazit

Unter dem Strich ist LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham ein typisches LEGO-Spiel geworden. Und obwohl sich am Spielprinzip nur wenig verändert hat, kann auch der neue Titel durchaus überzeugen. Die Entwickler von Traveller’s Games haben dem Spiel einen neuen Anstrich verpasst und viel ausprobiert, was auch nötig war. Das Resultat kann sich sehen lassen und auch erwachsene Spieler können beruhigt zuschlagen. Eine klare Kaufempfehlung für das Weihnachtsgeschäft.

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